01.12.2021
React-EU-Mittel für bayerische Innenstädte – mittelfränkische Gemeinden profitieren enorm

Hauber: „Die besonderen Stadt- und Ortskerne sind Markenzeichen unserer Region“

Weißenburg. Der Freistaat Bayern unterstützt fünf mittelfränkische Gemeinden mit EU-Mitteln bei der Stärkung ihrer Ortskerne. Mit einem attraktiven Fördersatz von 90 Prozent erhalten die Städte einen Stabilitätsanker während der Corona-Pandemie. Zudem berät eine neue Servicestelle alle geförderten Gemeinden bei der EU-konformen Umsetzung ihrer Projekte. Von der Förderung profitieren u.a. die Städte Ansbach, Dinkelsbühl, Treuchtlingen, Erlangen und Nürnberg.

„Diese Unterstützung für unsere Gemeinden ist ein wichtiges Zeichen in der aktuellen Situation. Die Förderbeträge ermöglichen auf der einen Seite kurzfristige Projekte mit Experimentalcharakter und auf der anderen Seite auch langfristige strategische Investitionen“, wie Hauber betont. Gemeinden hätten so die Möglichkeit, einen „digitalen Zwilling“ der Innenstadt aufzubauen, um angesichts des zunehmenden Online-Handels wettbewerbsfähig zu bleiben. Erstmals erhalten auch Gemeinden einen Zuschuss, die mit eigenem Personal ein Innenstadtmanagement betreiben möchten.

Die Stadt Ansbach profitiert von einem Förderbetrag in Höhe von EUR 387.000, Dinkelsbühl und Treuchtlingen gar von einem Zuschuss von EUR 432.000 und EUR 515.700. Auch die Städte Erlangen und Nürnberg werden mit EUR 1.800.000 bzw. EUR 599.400 unterstützt, was einen Gesamtförderbetrag von über EUR 3.000.000 für den Regierungsbezirk Mittelfranken nach sich zieht.

„Diese Gesamtsumme ist ein richtiges Ausrufezeichen für ganz Mittelfranken. Ich bin stolz, dass unsere Region auch in Zukunft ein Aushängeschild in Bayern darstellt“, erklärt Hauber.

46 Gemeinden hatten sich auf den Projektaufruf des Bauministeriums beworben. Ein Auswahlgremium, in dem auch Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände saßen, hat die Maßnahmen identifiziert, die den strengen EU-Vorgaben entsprechen. Die ausgewählten Kommunen haben nun die Möglichkeit, Förderanträge für konkrete Maßnahmenbündel einzureichen. Ihnen winkt ein Fördersatz von 90 Prozent.

Die Mittel stammen aus dem Wiederaufbaufonds der Europäischen Union. Die EU verlangt, dass bereits bis Mitte 2023 alle geförderten Projekte umgesetzt und abgerechnet sind. Insgesamt ist die EU-Innenstadt-Förderinitiative mit 36 Millionen Euro ausgestattet. Damit besteht ein Kostenpuffer, um die ausgewählten Gemeinden bei zu erwartenden Mehrkosten optimal unterstützen zu können.

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