Pressemitteilungen

26.03.2020
FREIE WÄHLER warnen vor Corona-Kriminalität

Hauber: Neue Variante des Enkeltricks besonders schäbig

München. Sie geben sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamts, als Polizist, Feuerwehrmann oder Banksachbearbeiter aus, doch Sie wollen nur eines: Ihr Geld, Hab und Gut! „Kriminelle haben sich der Corona-Pandemie auf sehr kreative Weise angepasst. Ihr gängiges ‚Geschäftsmodell‘, etwa Ladendiebstahl oder Wohnungseinbruch, funktioniert nicht mehr, weil die meisten Geschäfte geschlossen wurden und die Menschen zuhause bleiben. Jetzt gilt es, auf der Hut zu sein, um auf neue Tricks erst gar nicht hereinzufallen“, appelliert der innenpolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Wolfgang Hauber an Bayerns Bürger.
 
Als langjähriger Polizeibeamter kennt der Abgeordnete aus dem mittelfränkischen Weißenburg viele Betrugsmethoden. Fakeshops im Internet gäben vor, Schutzmasken und Desinfektionsmittel im Angebot zu haben – sie verlangten stets Vorkasse. „Doch nach der Überweisung kommt keine Ware, sondern ein böses Erwachen: das Geld ist weg.“ Vorsicht, warnt Hauber, sei auch auf Onlinehandelsplattformen geboten: „Hier erhalten Sie bei raren Sanitärartikeln bestenfalls vollkommen überteuerte Ware – selbst für Klopapier werden aberwitzige Preise aufgerufen.“ Besonders häufig werde derzeit eine neue Variante des sogenannten Enkeltricks gemeldet: „Da ruft Sie ein angeblicher Verwandter an und behauptet, er habe sich mit dem Corona-Virus infiziert und benötige daher dringend Geld für die Behandlung. Das ist besonders schäbig – gerade deshalb müssen wir uns auf solche Auswirkungen der Krise einstellen.“
 
Doch Hauber kennt auch die wirkungsvollsten Maßnahmen, um sich zu schützen: „Falls eine Telefonnummer angezeigt wird, diese bei dubiosen Anrufen bitte notieren. Geben Sie keine persönlichen Daten am Telefon preis. Lehnen Sie Besuchswünsche Unbekannter kategorisch ab und lassen Sie grundsätzlich niemand Fremdes in Ihre Wohnung. Nutzen Sie eine Türkette, sofern vorhanden.“ Gerade in der Krise komme einer guten Nachbarschaft besondere Bedeutung zu, weiß Hauber: „Vereinbaren Sie vorsorglich, dass Nachbarn schnell zur Unterstützung kommen, falls fremde Personen vor der Tür stehen. Zögern Sie im Verdachtsfall nicht, unverzüglich die Polizei zu rufen. Meinen Kollegen hilft es besonders, wenn Sie sich das Aussehen möglicher Straftäter einprägen und Sie Beobachtungen weitergeben können, in welche Richtung oder mit welchen Fahrzeugen sich die Personen entfernt haben.“
 
Und noch einen wichtigen Ratschlag gibt Hauber den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat mit auf den Weg: „Ein echter Polizist wird sich Ihnen gegenüber stets ausweisen – unaufgefordert! Bleiben Sie sicher und bleiben Sie gesund.“

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